Film Rezension

Filmrezi: „Am grünen Rand der Welt“

Am grünen Rand der Welt

Die junge Bathsheba Everdene (Carey Mulligan) ist eine für das viktorianische England äußerst unabhängige Frau. Ihre Freiheit einfach so aufzugeben, kann sie sich nicht vorstellen. Deshalb schlägt sie auch den Heiratsantrag des introvertierten Schäfers Gabriel Oak (Matthias Schoenaerts) aus, obwohl er ihr ein abgesichertes, wenn auch bescheidenes Leben bieten könnte. Dann aber wendet sich das Blatt, und Gabriel verliert durch ein Unglück seine Existenz, während Bathsheba unverhofft durch eine Erbschaft zur Großgrundbesitzerin wird. Als er auf ihrem Gut anheuert, begegnen sie sich wieder. Doch die gesellschaftliche Aufsteigerin ist inzwischen auch für andere Männer interessant. Ihr reicher Nachbar, der verschlossene und äußerst schüchterne William Boldwood (Michael Sheen), macht ihr seine Aufwartung, ihr Herz jedoch erobert der schneidige, aber ziemlich leichtlebige Offizier Frank Troy (Tom Sturridge), der ihr völlig den Kopf verdreht und sie ins Unglück zu stürzen droht. Doch da gibt es jemanden, auf den sie immer zählen kann.

In der Neuverfilmung von Thomas Hardys Am grünen Rand der Welt (Far From the Madding Crowd) kommen Fans klassischer Kostümdramen voll auf ihre Kosten. Die gelungene Adaption, die am 19. November fürs Heimkino erhältlich ist, beschwört mit melancholischer Stimmung ein ländliches englisches Idyll herauf, in dem sich eine emotional explosive Vierecksbeziehung anbahnt, in der Liebe und Leidenschaft und Tragik und Glück ganz nahe beieinander liegen.

Zuerst erschienen in der LoveLetter-Ausgabe #113/November 2015.