Anna Harrington - Newcomer Interview
Interview Newcomer

Newcomer: Anna Harrington

Name: Anna Harrington
Geburtsjahr: Ich bin fünfundvierzig Jahre alt.
Ort: Derzeit bin ich in Tennessee zu Hause, aber ich habe während meines Lebens schon an vielen Orten in den USA und der ganzen Welt gelebt.
Hobbys: Reisen, Wandern, Flugzeuge fliegen, Rosen züchten und andere Gartenarbeiten, Fotografieren.
Beruf: Ich bin Collegeprofessorin.
Anfänge: Ich habe in meiner Kindheit jedes Buch über Pferde gelesen, das ich in die Finger bekam, vor allem die Bücher aus der Reihe „Blitz, der schwarze Hengst“ (The Black Stallion) von Walter Farley.

Auf dem Nachttisch: Ich lese mich gerade durch die Bücher von Sabrina Jeffries und bin im Moment bei „Dance of Seduction“, dem vierten Band über die „Swanlea Spinsters“. Ich suche mir gern Autoren aus und lese alle ihre Bücher in der Reihenfolge des Erscheinungsdatums, um zu sehen, wie sie sich in ihrem Schreiben weiterentwickelt haben. Ich analysiere unheimlich gerne, wie Autoren ihre Fähigkeiten und ihr Handwerk einsetzen, um ihre Geschichten zu gestalten.

Erster Versuch: Mein erstes veröffentlichtes Buch ist „Dukes are Forever“, der erste Band in einer dreiteiligen Regency-Romanserie mit dem Titel „The Secret Lifes of Scoundrels“. Ich habe den Roman vor zwei Jahren geschrieben.

Das Ziel: Ich hatte schon immer den Wunsch, Autorin zu werden. Bereits als Kind habe ich meine Geschichten auf Pappkarton und Bastelpapier „veröffentlicht“ und meine Familie gezwungen, sie zu lesen. Das Veröffentlichen war also immer auch ein Teil meines Traumes vom Bücherschreiben. Ich liebe es, Geschichten und ganze Welten mit anderen Menschen zu teilen.

Unterstützung: Die meiste Unterstützung erhielt ich von meiner Agentin Sarah Younger, die mir das Veröffentlichen überhaupt erst ermöglichte. Außerdem gibt sie mir großartige Ratschläge für die Überarbeitung, und so ist das Überarbeiten auch mein Lieblingsschritt im Schreibprozess.

Der Weg: „Dukes are Forver“ ist mein erster Regency-Roman. Es hat ein Jahr gedauert, bis ich ihn fertig geschrieben hatte, und ein weiteres Jahr, bis er bei einem Verlag unterkam. Ich schreibe jedoch schon kreativ, seit ich sechzehn bin. Ich habe mich auch schon an Kurzromanen mit bis zu 50.000 Wörtern versucht und drei zeitgenössische Liebesromane für Verlage wie Harlequin geschrieben, jedoch wurde keiner davon gedruckt. Trotzdem habe ich viel dadurch gelernt, zum Beispiel wie die Elemente von Konflikt und Charakterisierung eingesetzt werden müssen, um etwa einen ganzen Regency-Roman zu tragen.

Das Buch: Als ich im Jahr 2012 meinen ersten Regency-Roman las – „Wie bezaubert man einen Viscount“ (The Viscount Who Loves Me) von Julia Quinn – war ich gefesselt von der Regencywelt und sehnte mich danach, meine eigenen unabhängigen, temperamentvollen Heldinnen und schneidigen Helden zu erschaffen. Das Beste am Schreiben von historischen Liebesromanen ist, dass man in die Geschichte eintaucht. So kann ich das England zur Regencyzeit durch meine Charaktere miterleben, mit all den großartigen Bällen, schönen Kleidern, prachtvollen Häusern, die ich anders nie kennengelernt hätte. Mir gefällt, dass diese Epoche so geschichtsträchtig ist, und ich finde, dass die ganzen Etikette- und Sittlichkeitsregeln, die es gab, durchaus zum Vorteil der Heldin eingesetzt werden können – wenn sie mutig genug ist, nach den Sternen zu greifen und ihre Träume zu verwirklichen. Ich habe ein Jahr für das erste Buch gebraucht und die beiden nächsten der Serie im darauffolgenden Jahr geschrieben. Die Heldin des ersten Bands, Kate, ist so etwas wie eine Ärztin, weil ich mir die unmöglichste Rolle für eine Frau im Jahr 1815 in England ausdenken wollte. Etwas, was einer Frau damals niemals erlaubt gewesen wäre, und dann gab ich ihr die Entschlossenheit und Unabhängigkeit, genau das zu tun.

Der Anruf: Ich hatte so viel Glück während dieser Zeit. Der Anruf meiner Agentin kam, als ich im Garten bei meinen Rosen war, und ich habe die Nachbarn wohl ziemlich erschreckt, weil ich jubelnd auf und ab gehüpft bin. Ich rief gleich meine beste Freundin Kim an, die ebenfalls in Jubelschreie ausbrach, weil sie sich so für mich freute. Zur Feier des Tages aß ich eine ganze Packung Schokoladeneis.

Die Zukunft: Ich hoffe, dass ich weiter Schreiben und veröffentlichen kann und Erfolg damit habe, damit ich das Unterrichten aufgeben und nach England ziehen kann. Als Teenager habe ich eine Europareise gemacht und will seitdem dort leben, aber leider bekomme ich kein Arbeitsvisum. Als erfolgreiche Vollzeit-Autorin könnte ich mir diesen Traum endlich erfüllen.

www.annaharringtonbooks.com

Übersetzung von Indie Translations.
Zuerst erschienen in der LoveLetter-Ausgabe #113/November 2015.

Cover: Forever
Foto: Lifestyle Photography


Unsere Rezension zu Dukes Are Forever.

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Anna Harrington

Anna Harrington fell in love with historical romances–and all those dashing Regency heroes–while living in London, where she studied literature and theatre. She loves to travel, fly airplanes, and hike, and when she isn’t busy writing her next novel, she loves fussing over her roses in her garden.