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„Love & Landscape“ auf Hawaii – Was genau ist das?

Tara Haigh über das Entstehen des Romans Weit hinterm Horizont

Wie erzählt man am besten die Geschichte der Deutschen auf Hawaii? Diese Frage beschäftigte mich tagelang. Welches Genre eignet sich dafür? Es wird ein historischer Roman, soviel steht schon mal fest, aber kein brottrockener. Ich möchte ja eine große Leserschaft erreichen und sie nicht langweilen. Thriller? Wohl eher nicht, auch wenn es meiner Stoffsammlung an Intrigen, Machtkämpfen und dunklen Machenschaften nicht mangelt – schließlich geht es um den Sturz des Inselkönigreichs. Bei Hawaii denkt man aber an Palmen und Romantik. Eine Liebesgeschichte gibt es auch. Also wird „Historische Romantik“ daraus, doch die spielt ja nicht im finsteren Mittelalter, sondern unter Palmen auf einer der schönsten Inselgruppen der Welt, an einem Sehnsuchtsort namens Hawaii. Schon bewege ich mich auf ein Genre zu, das sich als „Love & Landscape“ etabliert hat. Aber was ist das eigentlich? Liebe unter Palmen? Das wäre zu wenig.

Die meisten Romane dieses Genres spielen an exotischen Sehnsuchtsorten, sei es Australien, Kanada, Indien oder Afrika – in meinem Fall eben Hawaii. Eine starke Frau nimmt ein schweres Schicksal an oder kämpft gegen alle Widerstände um ihr Glück. Bingo! Die Geschichte sollte idealerweise starke Emotionen erzählen, die Leserschaft mitreißen und in eine andere Zeitepoche entführen. Love & Landscape ist daher nicht nur eine Fern- sondern in der Regel auch noch eine Zeitreise mit einer weiblichen Hauptfigur, der Heldin, die wir durch dick und dünn begleiten. Manchmal vermischt sich die Gegenwart sogar mit der Vergangenheit, die ein „düsteres Geheimnis“ in sich birgt, das in die Jetztzeit mit hineinspielt.

Mein Roman ist jedoch rein historisch. Eine bewusste Entscheidung, denn gerade Ende des 19. Jahrhunderts hat sich in Deutschland sehr viel getan, von der Erfindung des Tapetenkleisters, über die ersten Flugversuche bis hin zur Elektrifizierung der Städte. Diese schillernde Zeit fasziniert. Es herrscht Aufbruchstimmung. Die Gesellschaft verändert sich. Viele suchen ihr Glück „weit hinterm Horizont“.

Warum ausgerechnet Hawaii? Ich möchte einen Abschnitt deutscher Geschichte erzählen, der schillernder nicht sein könnte und den Otto-Normalverbraucher vermutlich gar nicht kennt. Ein deutscher Finanzminister auf Hawaii? Eine deutsche Stadt im Inselkönigreich mitten im Pazifik? Deutsche Einwanderer, die auf Zuckerrohrplantagen arbeiten? Walzer in der Südsee? Preußische Pickelhauben unter Palmen? Das will man alles gar nicht glauben und war daher Grund genug, um sich in eines der faszinierendsten Kapitel deutscher Geschichte einzuarbeiten.

Mein Roman beginnt 1891 in Bremerhaven und erzählt von Clara Elkart, der nichts anderes übrig bleibt, als der Heimat den Rücken zu kehren und auf Hawaii ihr Glück zu suchen. Große Herausforderungen warten auf sie. Sie muss in schwierigen Zeiten eine Zuckerrohrplantage führen und sich als Nichte eines Königstreuen gegen die Drahtzieher der Rebellion behaupten. Mit Hilfe des Hawaiianers Komo führt sie die Plantage zu neuer Blüte. Dabei gerät sie aber zwischen die Fronten eines sich zuspitzenden Konflikts, der sie alles kosten könnte, was sie sich aufgebaut hat.

Wer jetzt neugierg geworden ist auf das Buch: Morgen verlosen wir „Weit hinterm Horizont“ hier im Blog.

Cover © LYX

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